HACIENDA IN SELCA - INSEL BRAČ  Ein originelles Landgut  
EIN EINWOHNER VON SELCA IM OSTEN DER INSEL BRAČ - VJEKOSLAV BOŠKOVIĆ AVLIŽ -  HAT EIN LANDGUT ENTWORFEN, DER IN SEINER FORM AUF DAS 17. JAHRHUNDERT ZURÜCKGEHT.

 
Der Natursteinkomplex ist spontan entstanden, ohne Plan und Entwurf, nur mit einer Skizze,  die Avliž im Gedanken hatte.

Text: TANJA ŠIMUNDIĆ BENDIĆ
Foto JOŠKO PONOŠ / Cropix


Vjekoslav Bošković alias Avliž (gesprochen: Awlisch) aus Selca auf der Insel Brač war wahrlich ein Visionär, als er sich vor fast drei Jahrzehnten vorgenommen hat, eine Version eines alten Landguts zu errichten. Es war ein Projekt, das vom Anfang an keineswegs dem wachsamen Auge der Inselbewohner entging und mit der Zeit auch nicht den Reisenden, die auf ihrer Route zum östlichsten Teil der Insel auf ein urtümliches, in zahlreiche Trockenmauern eingetauchtes Landgut aus Naturstein stießen.  

Avliž hatte in jeder Hinsicht Recht, wusste er doch, dass eine Mischung aus Tradition, alten Bräuchen und einheimischer Natursteinbauart ein „Knaller“ ist, wie sich in den letzten Jahren bestätigt hat. Er erinnert sich gerne an den Moment, als er ein paar junge Enthusiasten und Visionäre um sich versammelte und mit ihnen sein Projekt begann. In nur einem Jahr entstand Hacienda, das Landgut aus Naturstein, ohne jeglichen Plan und Entwurf, nur mit den Skizzen, die Avliž im Gedanken gespeichert hatte.
Kornspeicher als Zentrum
Zentrum der Hacienda ist ein alter Kornspeicher, ein runder Steindrescher, wo einst das Getreide gedroschen wurde. Drumherum waren Ställe angeordnet, Schlaf- und Gesindeunterkünfte, eine gemeinsame Küche, ein Weinkeller und andere landwirtschaftliche Gebäude. Insgesamt sind es  acht Häuser, von denen drei als Gästeunterkunft gedacht sind. Das Gut mit den dazugehörigen Weinbergen umfasst 12.000 Quadratmeter Land.
„Der Kornspeicher ist das eigentliche Gerüst der ganzen Geschichte, weil er über die Vergangenheit und Zukunft spricht. Selbst in 100 Jahren wird er sich nicht ändern. Der Naturstein stammt von den Inselhängen hier auf Brač. Mit der Bearbeitung und dem Einbau wollte ich dass das Landgut zurückversetzen ins 17. Jahrhundert. Purer illyrischer Landbau, in den sich die Trockenmauern aus Naturstein ideal eingefügt haben. Wie Pilze sind sie rund um den Bauernhof gesprossen“. - sagt Avliž.
Seine rechte Hand ist sein Sohn Venceslav, der uns die Türen zu den Häuschen öffnet, in denen sich den Natursteinblöcken aus dem Herzen der Insel Brač warme Holzbalken widersetzen. Zentrum der Bungalows aus Naturstein sind an den Deckenholzbalken befestigte Hängebetten, neben denen man durch kleine Fenster auf den Kornspeicher und den Riesenbackofen schaut, der morgens eingeheizt wird. Die Gäste der Hacienda haben einen großen Weinkeller zur Verfügung, deren Wände und Regale verschiedene Gebrauchsgegenstände zieren aus der Geschichte der Insel Brač.

 
Teufelstanz
„Truhen, alte Werkzeuge, Krüge und sogar natürliche Skulpturen aus Weinreben, die ich –Ballo di diavolo- oder Teufelstanz nenne, all das habe ich in diesen Raum integriert. Auch die Fässer sagen uns etwas über diese Gegend im Osten der Insel Brač, über die Olivenölerzeugung, Landwirtschaft ...

Sorgfältig habe ich die Pflanzen ausgewählt und habe hier indische Feigen, Steineichen, Steingartenpflanzen (Hauswurz) und  Zedernwacholder, eine Kletterpflanze gezogen, die wie einem japanischen Bonsai ähnelt; der kanadische Lorbeer, den ich aus Toronto mitgebracht und eingepflanzt habe, gedeiht hier auch. Neben hausgemachten Spirituosen, Wein und Öl, bieten wir Lammfleisch und traditionelle Gerichte der Insel Brač an, eben alles so, wie es einst war - sagt  Avliž, der vorhat, die Hacienda als ein einzigartiges Kulturdenkmal eintragen zu lassen.

Avliž hat sich seine Hacienda als Familienbetrieb vorgestellt, an dem das ganze Jahr über Produkte aus der eigenen Landwirtschaft angeboten werden. Damit ist die ganze Geschichte, die vor 3 Jahrzenten anfing, vollständig abgerundet und bereit, ihren neuen Generationen übergeben zu werden.

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